Mittwoch, 10.11.2021
20 Uhr

Bürgerhaus Gräfelfing am Bahnhofsplatz
 

100 Jahre
Literarische Gesellschaft Gräfelfing
  

Vorverkauf ab 27. Oktober
in der Buchhandlung Kohler / Gräfelfing
Tel.: 089
 853542

Restkarten an der Abendkasse


Nora Gomringer


Foto: Judith Kinitz. 2017

Gottesanbieterin

Bertrachtungen über
Dies- und Jenseitiges
 

Eintritt: 10 €; Mtglieder: 5 €,
Schüler und Studenten: 5 €
Schülergruppen: 3 € pro Person;

 

 

Nora Gomringer ist

Lyrikerin,
,
Eine der großen Sprachartistinnen
unserer Zeit',

 »Sie ist die Königin des Poetry Slam«, Rezitatorin, Autorin, Jazzsängerin, Feministin, Performancerin, Produzentin, Herausgeberin und Direktorin eines Künstlerhauses in Bamberg.

Ihre jüngsten Bücher heißen “#poesie“, „Monster. Morbus. Moden“ oder eben „Gottesanbieterin“. „Die Sprache ist ihr Metier, ob geschrieben oder gesprochen.“ (Süddeutsche Zeitung).  Denis Scheck nennt sie „eine der großen Sprachartistinnen unserer Zeit“.

Auslöser für die Texte ihres letzten Buches war eine einstündige Begegnung des Schweigens mit einer riesigen Gottesanbeterin in den USA. Daraus entstand die Hinterfragung des irdischen Seins und der Vielgestaltigkeit von Religion. Als Gottesanbieterin öffnet sie ihren „lyrischen Laden“ aus Angebot und Nochfragen, gibt Zeugnis und widmet sich Vielverehrten und Oftgescheuten. Der vorliegende Gedichtband versammelt eine Auswahl der von Gomringer seither unternommenen Betrachtungen des Dies- und Jenseitigen.
 

Nora Gomringer
könnte Sie amüsieren,
irritieren,
aus den richtigen Gründen
zum Weinen bringen  ...
Ist alles schon vorgekommen.

  
 

Illustrator: Zara Teller

Immer öfter lässt sich Nora Gomringer die Gretchen-Frage stellen, sie antwortet in Essays, Reden, Geschichten und natürlich: in Gedichten. Das geschieht oft komisch und mit einem Augenzwinkern, ihr und jedes Gläubigsein ist persönlich. Die Lyrikerin hat sich zuletzt mit irdischen Ängsten, Krankheiten und Phänomenen des Oberflächlichen beschäftigt, doch das Metaphysische wohnte dem schon immer inne – und denken wir an Gomringers Wanderung mit einem lispelnden, über die Einsamkeit des Menschen sprechenden Hermelin, so wundert es kaum, dass erneut eine tierische Begegnung Auslöser für die in diesem Band versammelten Gedichte ist:

Mit Lust, Tiefsinn und Humor, aber vor allem voller Leben zeigt Nora Gomringer an diesem Abend in Bildern, Gesten und Worten die Parallelen von Liturgie und Lyriklesung.

Leseprobe


"Hallo und Guten Tag! Sie sind bei der Autorin, Produzentin und Herausgeberin Nora Gomringer gelandet. Sie schreibt u.a. Gedichte und Sprechtexte, liest vor und lässt sich gerne Schreibaufträge vorschlagen. Sie dreht kleine Poesiefilme, arbeitet mit Künstlerinnen und Künstlern, Grafikern und Verlegern zusammen. Sie kuratierte die Poesiefestivals Frauenfeld, Mexiko Stadt „Poesie en Voz Alta“ (in 2016) und Teile des „Schamrock Festivals der Dichterinnen“ in Mü (in 2017). Radio und Feuilleton sind ihr lieb und teuer, eben wie alle Projekte, die sie antreibt und die Sie hier nachlesen können. FB-Feeds gibt es für zwei große Unternehmungen: Wort Drum Dran und AGomringerZ. - FB - Viel Spass beim Lesen und Ergründen, was denn bitte das Gedicht der Gomringer ausmacht." (Quelle:
Homepage Nora Gomringer)

Nora Gomringer schreibt, vertont, erklärt, souffliert und liebt Gedichte. Alle Mündlichkeit kommt bei ihr aus dem Schriftlichen und dem Erlauschten. Sie fördert im Auftrag des Freistaates Bayern Künstlerinnen und Künstler im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia. 2011 wurde ihr der Jacob-Grimm-Preis als Teil des Kulturpreises Deutsche Sprache und 2012 der Joachim-Ringelnatz-Preis für Lyrik zuerkannt. 2015 erhielt sie den Weilheimer Literaturpreis und den Ingeborg-Bachmann-Preis. Ihr Werk umfasst sieben Lyrikbände sowie zahlreiche Anthologien und weitere, oft auch interdisziplinäre Projekte. Zuletzt erschien von ihr die CD "Peng Peng Parker" (Voland & Quist), auf der sie sich gemeinsam mit dem Jazz-Musiker Philipp Scholz dem Werk Dorothy Parkers widmet.

Zahlreiche Aufträge, Aufenthaltsstipendien und Lehraufträge haben sie als Autorin, Dozentin und Performerin rund um den Globus geführt. Im Herbst/Winter 2019 war sie Max-Kade-Gastprofessorin am renommierten Oberlin College in Ohio, USA. 2017 erschien ›Moden‹ (2017) und 2019 ›Gedichte aus/auf Netzhaut – vom Verhandeln des Poetischen im Öffentlichen. Münchner Reden zur Poesie‹ (2019).



Foto: wikipedia
mantis religiosa

Schon vor vielen Jahren traf die Dichterin auf eine riesige Heuschrecke im US-amerikanischen Hinterhof ihrer damaligen Gastfamilie: die Gottesanbeterin. Es war diese einstündige Begegnung des Schweigens, die Gomringer zur Hinterfragung des irdischen Seins und der Vielgestaltigkeit von Religion gebracht hat, jenem »geschmacksverstärkenden, mal verträglichen, mal unverträglichen Glutamat des Seins«.

Nora-Eugenie Gomringer ist eine schweizerisch-deutsche Lyrikerin und hat zahlreiche Lyrik-Bände vorgelegt, schreibt auch für Rundfunk und für Feuilleton. Sie war mit Stipendien in der halben Welt, hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, so 2012 den Joachim-Ringelnatz-Preis für Lyrik und 2015 den Ingeborg-Bachmann-Preis.

Sie ist bekennende Fränkin, lebt in Bamberg, wo sie seit 2010 als Direktorin das Internationale Künstlerhaus „Villa Concordia“ leitet.

You Tube Nora Gomringer  

 

„Mein Name ist Nora Gomringer und meine Sache ist das Gedicht.“


Foto:Lucien Hunziger - Homepage Nora Gomringer

Nora Gomringers Eltern sind die Germanistin Nortrud Gomringer und der Schweizer Dichter und ehemalige Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie
Eugen Gomringer. - [s.a.„ci
udad (avenidas)“]

Nora ist die einzige Tochter des Ehepaares und Schwester von sieben Halbbrüdern.


Aufgewachsen ist Nora Gomringer in Wurlitz bei Hof. 1996 zog sie nach Bamberg. Die Schulausbildung schloss sie 1998 mit dem amerikanischen High-School-Diplom in Lititz, Pennsylvania, und 2000 mit dem Abitur am Franz-Ludwig-Gymnasium Bamberg ab. Anschließend nahm Gomringer das Studium der Anglistik, Germanistik und Kunstgeschichte an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg auf, das sie 2006 abschloss. Praktika und Arbeitsaufenthalte absolvierte sie am Leo Baeck Institute in New York City (2001 und 2004) und am Archiv der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, Los Angeles (2000).


Nein, es ist kein Verschreiber: Das Buch heisst «Gottesanbieterin», nicht «Gottesanbeterin».
[srf.ch - Das Tagesgespräch]

Kleine Verschiebungen sind das Salz der Lyrik. Der Buchstabe zu viel oder zu wenig öffnet Bedeutungsräume oder verschränkt Inkommensurables miteinander. Nora Gomringers Gedichte halten bereits im Titel eine solche Tücke bereit. Was sich auf Anhieb leicht als «Die Gottesanbeterin» liest und Bilder eines zart-devoten Insekts aufruft, verlagert sich mit der Zugabe eines unscheinbaren «i» unversehens als Die Gottesanbieterin ins Feld von Angebot und Nachfrage. Nora Gomringer sucht in den unterschiedlichsten Variationen die Palette zwischen Anbetung und Abkehr, Lieben und Klagen, Frohsinn und dunklen Ahnungen einzufangen. Mal leicht im Ton, mal mit traurigem Ernst lotet sie Stimmungen aus, die sie einem lyrischen Ich zuordnet, um das sie als Dichterin zugleich ringt. [viceversa literatur.ch}
 

Drei Gedichte aus dem Band "Die Gottesanbieterin"
Poetry ON THE DIGITAL ROAD
  [VIDEO]
 


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Signaturen Forum für autonome Poesie - Literarturkritik Gott und der Manufactumkatalog -  katholisch.de. Mit Ironie ins Auge des Glaubenssturms
- Morehotlist - Leipziger Zeitung: ... den seltsamen Raum unserer Endlichkeit - Voland & Quist
»Ich musste mich an mehreren Fronten verausgaben.« Deutschlandfunk Kultur „Ich habe das nicht gut verkraftet“ - SWR2 „In den USA lernt man tolerant zu lieben“ -


       


MDR Kultur Nora Gomringer: #poesie bringt die Lyrik in die Gegenwart
 

           


Alte Schmiede Kunstverein Wien

Nora Gomringer - Poetikvorlesung - Man sieht's. Der Gott zwischen den Zeilen der Nora G. (Universität Wien)
 


(c) Judith Kinitz 2017


Die Lyrikerin Nora Gomringer im Portrait
 

           


›Monster Poems‹ von Nora Gomringer – Ein schaurig-schönes Video

MONSTER POEMS SHOW - alles buchbar!
 

                   

Im Jahr 2000 veröffentlichte Nora, 19-jährig, ihren ersten Gedichtband im Selbstverlag.
Zwei Jahre später erschien im Grupello Verlag Düsseldorf ihr zweiter Lyrikband mit dem Titel Silbentrennung.
Seit 2006 wird die Autorin von Voland & Quist verlegt.

 

             


»MY4LTRS« – Kurzfilm von Nora Gomringer