Donnerstag, 26.09.2019
Bürgerhaus Gräfelfing am Bahnhofsplatz
 

Literarische Gesellschaft Gräfelfing
 


"Theodor Fontane: Ein weites Feld"
Live-Hörspiel
von Cornelia Bernoulli

Presseartikel


Cornelia Bernoulli
Idee, Textauswahl, Konzeption, Spiel


Foto: © Horst Stenzel
 


Was macht man zum 200. Geburtstag von Theodor Fontane (1819-1898) ? Man könnte z.B. die  wohl nur selten gelesenen über zwanzig Bände Fontane aus dem Bücherschrank holen. Aber das wäre wohl ein zu weites Feld ...

Wie wäre es, stattdessen, bei der Literarischen Gesellschaft Gräfelfing eine verspielte Radioshow anzuhören (und anzuschauen) ? Futuristische Technik macht das Unmögliche möglich: Dank einer großen Portion fiktionaler Fantasie kommen in der 'Radiosendung' von Cornelia Bernouilli und E. Matthias Friedrich eine neugierige Moderatorin und der berühmte Schriftsteller, Dichter, Journalist und Theaterkritiker Theodor Fontane miteinander ins Gespräch. Daraus entwickelt sich so ein Spiel zwischen Fiktion und Wirklichkeit, in dem sich auch Figurenpaare aus Fontanes zahlreichen Romanen - von "Effi Briest" bis zum "Stechlin" - in Dialogszenen begegnen.

Die beiden Schauspieler Cornelia Bernoulli und Ernst Matthias Friedrich machen sich angeregt und ohne akademischen Ernst an die Gesellschaftsromane des Autors heran. Gemeinsam loten sie die Dynamik und die Rollenzuweisungen zwischen den originellen Romanpaaren aus. Und wen wundert's? Die psychologischen Spielchen von Paaren Ende des 19. Jahrhunderts weisen oft erstaunliche Parallelen zu heute auf ...


Ernst Matthias Friedrich
Komposition, Sounds, Spiel

  
Foto: © Daniela Pfeil


Heinrich Théodor Fontane



 (* 30. Dezember 1819 in Neuruppin; † 20. September 1898 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller. Er gilt als literarischer Spiegel Preußens und als bedeutendster deutscher Vertreter des Realismus.
 


Seine Eltern, Louis Henri Fontane (1796–1867) und Emilie Labry (1797–1869), waren hugenottischer Herkunft und mussten ihre französische Heimat gegen Ende des 17. Jahrhunderts verlassen. Bis 1849 arbeitete Theodor Fontane u.a. bei seinem Vater als Apotheker, dann als freier Schriftsteller, als Journalist und von 1870 bis 1876 auch als Theaterkritker. Sein enormes Gesamtwerk umfasste überwiegend Romane, Novellen und Dramen, aber auch über 250 Gedichte und Balladen (Archibald Douglas, John Maynard, Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland), Biografien, Kriegsbücher, Briefe, Tagebücher, Reiseberichte (Wanderungen durch die Mark Brandenburg), Theaterkritiken, Zeitungsartikel, programmatische Schriften, und er  übersetzte Shakespeares Hamlet. Zu den bekanntesten Werken des großen Romanciers des 19. Jahrhunderts zählen Effi Briest, Der Stechlin, Irrungen, Wirrungen, Mathilde Möring..


- Wikipedia
- Fontane.200
- Theodor Fontane Gesellschaft e.V.
- Theodor-Fontane-Archiv
- sinneundreisen.de
- x lbris
- Fontane Blog
- Projekt Gutenberg
- Fontaneseite
- Wortwuchs
- Videos
- Steckbrief
- Aphorismen
- Nominalkomposita

 

- Zeit
- SZ
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- Welt
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- Spiegel Online
- Der Tagesspiegel
 

   
Gemälde von Carl Breitbach

"Was macht man sich aus der Liebe der ganzen Menschheit, wenn man Zahnweh oder Migräne hat?"
Briefe. An seine Mutter Emilie Fontane, 25.1.1859


Woher kommt eigentlich das inzwischen geflügelte Wort  "Ein weites Feld" ?

Das steht in "Effi Briest", im 36. Kapitel,
»Nein, gewiß nicht; jedenfalls wollen wir darüber nicht streiten; es ist ein weites Feld. Und dann sind auch die Menschen so verschieden.«
»Ja, das sagt man immer, aber ich habe da doch so meine Zweifel. Das mit der Kreatur, damit hat’s doch seine eigene Bewandtnis, und was da das Richtige ist, darüber sind die Akten noch nicht geschlossen. Glaube mir, Effi, das ist auch ein weites Feld
»Ja, das tun sie, Effi. Aber darauf muß man’s ankommen lassen. Übrigens sage nichts darüber, auch nicht zu Mama. Es ist so schwer, was man tun und lassen soll. Das ist auch ein weites Feld
Und die Schlusszeile des Romans lautet auch noch einmal: 
»..und Briest sagte ruhig: »
Ach, Luise, laß ... das ist ein zu weites Feld.«'
 

           
             

 


 "Fontanes Gesellschaftsromane sind eine Fundgrube für originelle, psychologisch differenzierte und mit ironischem Sprachwitz dargestellte Figuren. Der Romancier wirbelt die konventionellen Rollenbilder des 19. Jahrhunderts durcheinander. Es ist spannend, den ungewöhnlichen Paaren bei ihren Unterhaltungen und Auseinandersetzungen zuzuhören. Bemerkenswert lebensnah sind besonders auch die Schicksale der aus ganz unterschiedlichen Gesellschaftsschichten stammenden Frauenfiguren mit ihren Stärken und Schwächen, Plänen und Sehnsüchten. Die vielen Dialoge in den Romanen bieten Stoff in Hülle und Fülle, um daraus ein anregendes, facettenreiches szenisches Programm zu gestalten."  Quelle 
"Theodor Fontane: Ein weites Feld"
Die SZ schreibt dazu:  "Romanze oder Melodram sind nicht zu erwarten, dafür manchmal ein sticheliger Geschlechterkleinkrieg als finde man sich in einem Kammerstück von Yasmina Reza."
SZ: Allzweckweiser auf Sendung


Zur Vorstellung am 7. September 2019 in Fontanes Geburtsort Neuruppin, dem zentralen Jubiläumsort in Brandenburg:
„… Sie haben wirklich allen Grund zur Freude, so begeisterte Reaktionen habe ich hier bisher noch nicht erlebt! … “   
schreibt
die Leiterin Bildung und Vermittlung Museum Neuruppin
 


Fotos: Horst Stenzel                                 

                 
               
Cornelia Bernoulli
Schauspielerin, Autorin, Theaterproduktionen, Lesungen, Hörspiele, TV, Video, Hörbücher, Drehbücher, Texte.

Ihr Vater war ein Schweizer Architekt und Politiker aus der Gelehrtendynastie Bernoulli. Cornelia wuchs in Basel auf und erhielt ihre Ausbildung zur Schauspielerin an der Folkwang Hochschule in Essen. Nach festen Engagements in Göttingen, Hildesheim und Kaiserslautern lebt sie seit 1985 als freischaffende Schauspielerin und Sprecherin in München. Bernoulli spielte klassische, moderne und komische Rollen, wirkte in kabarettistischen Theaterrevuen mit  und konzipiert eigene szenische Programme, Theatercollagen und Live-Hörspiele sowie Lesungen, mit denen sie im deutschsprachigen Theaterraum gastiert.

Wikipedia - Homepage - crew united - Stammtafel

             
 
Bernoulli-Wappen


      Ernst Matthias Friedrich
Schauspieler, Komponist, Musiker, Regisseur, Coach


Geboren
1953 in Berlin, am Starnberger See aufgewachsen, begann er seine Laufbahn nach seiner Schauspielausbildung in München mit festen Engagements in Kaiserslautern, Ulm und Düsseldorf Später kam noch eine Gesangsausbildung dazu. Von 1993 bis 2008 war er Dozent an der Neuen Münchner Schauspielschule, ab 2013 an der Akademie für Darstellende Kunst in Regensburg. Als Regisseur inszenierte er unter anderem Tucholskys Schloss Gripsholm am Teamtheater München. Er realisiert auch literarische Projekte und Lesungen.

Wkipedia - Homepage - filmmakers

 

 


Fontane Sekundärliteratur







Quelle. Sinne und Reisen Brandenburg an der Havel


Fontane Aphorismen:

"Bücher haben Ehrgefühl. Wenn man sie verleiht, kommen sie nicht mehr zurück."

"Drüben (in Amerika) ist nicht der Platz, Bescheidenheit und Zurückhaltung zu lernen…"

" Gegen eine Dummheit,
 die gerade in Mode ist,
kommt keine Klugheit auf. "