Mittwoch, 06. November 2019
20 Uhr

Bürgerhaus Gräfelfing am Bahnhofsplatz
 

Literarische Gesellschaft Gräfelfing


PD Dr. med.
Bert te Wildt


Foto: ©  Peter Johann Kierzkowkski


Digital Junkies
Wenn das
Internet
zur Sucht wird

Chefarzt an der Psychosomatischen Klinik Kloster Dießen,
Chefarzt an der Psychosomatischen Klinik Kloster Dießen
Chefarzt an der Psychosomatischen Klinik Kloster Dießen
 

Die Zahlen sind alarmierend: Mehr als eine Million Menschen im deutschsprachigen Raum gelten als internetabhängig. Tendenz steigend, denn vor allem Kinder und Heranwachsende laufen Gefahr, sich in den digitalen Welten zu verlieren. In Digital Junkies erklärt Bert te Wildt diese neue Verhaltenssucht und legt anhand zahlreicher Beispiele dar, wie Internetabhängigkeit entsteht, wie sie diagnostiziert werden kann und welche Folgen sie nach sich zieht.
 
Privatdozent Dr. med. Bert Theodor te Wildt ist Deutschlands führender Experte für Internetabhängigkeit. Er ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Als Chefarzt leitet er seit Anfang 2018 die Psychosomatische Klinik Kloster Dießen am Ammersee

Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Arzt und Psychologe intensiv in Wissenschaft und Praxis mit Menschen, die unter einer exzessiven Internetnutzung leiden. In seiner Medienambulanz  behandelt er Jugendliche und Erwachsene, die alle Anzeichen schwerer Abhängigkeit zeigen. Te Wildt kennt Jugendliche, die bis zu 16 Stunden am Tag Computer spielen und wegen Schlafentzug und anderer Beschwerden in der Klinik landen. Er kennt auch viele Erwachsene, die in Computerspielwelten abtauchen, in Pornographie und Cybersex und sich in sog,. soziale Netzwerke verloren haben. Süchtige vernachlässigen Schule, Arbeitsplatz und soziale Kontakte. Sie werden gefährlich depressiv oder aggressiv, wenn ihnen der Zugang zum Netz verwehrt wird. Auf Schlaf, Mahlzeiten und Hygiene achten sie nicht mehr, bis hin zur Verwahrlosung.

OASIS
, der
Online-Ambulanz-Service für Internetsüchtige, ist ein von Dr. te Wildt geleitetes Projekt zu Diagnostik und Beratung von möglicherweise Süchtigen und deren Angehörigen. Es wird vom Bundesgesundheitsministerium gefördert.  Mit Hilfe eines unverbindlichen und anonymen eigenen Selbsttests oder eines Selbsttests für Angehörige auf einem Online-Portal (www.onlinesucht-ambulanz.de) bekommt man eine erste Einschätzung, ob eine behandlungsbedürftige Abhängigkeit bestehen könnte. Falls sich daraus der Verdacht auf eine abhängige Internetnutzung ergibt, wird man zur Teilnahme an einem ausführlichen Beratungsangebot auf einer Online-Plattform eingeladen.

.Chefarzt an der Psychosomatischen Klinik Kloster Dießen




Taschenbuch  9,99 €


Internetabhängigkeit - die verkannte Sucht

Rund 34 Millionen Gamer gibt es alleine in Deutschland. Besonders junge Gamer sind suchtgefährdet. Dass Internetabhängigkeit, insbesondere in ihrer häufigsten Variante, der Computerspielsucht, eine ernstzunehmende Suchterkrankung darstellt, belegt der Psychotherapeut und Wissenschaftler Bert te Wildt anhand zahlreicher Beispiele und Fallgeschichten. Er schildert Risiko- und Alarmzeichen sowie Behandlungs- und Präventionsmöglichkeiten.

Dr.te Wildt ist weit davon entfernt, Internet und die digitale Entwicklung generell zu verdammen. Es geht ihm nicht um eine Fundamentalkritik sondern darum, solche Süchte zu erkennen und zu begrenzen. Damit die Digital Natives nicht zu Digital Junkies werden.


BZ Berner Zeitung


Bist du INTERNETSÜCHTIG?

Erstmals hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das exzessive Computerspielen offiziell als Krankheit eingestuft: als "Gaming Disorder".
Video- oder Online-Spielsucht und zwanghaftes Sexualverhalten sind nun international anerkannte Gesundheitsstörungen.

Definiert wird Spielstörung als ein „Muster anhaltenden oder wiederkehrenden Spielverhaltens“, das online oder offline erfolgen kann. Gekennzeichnet ist die Spielstörung erstens durch eine „beeinträchtigte Kontrolle über Beginn, Häufigkeit, Intensität, Dauer, Beendigung und Kontext des Spielens“, zweitens durch eine zunehmende Priorität für das Spielen in einem Maße, dass das Spielen „Vorrang vor anderen Lebensinteressen und täglichen Aktivitäten“ gewinnt und drittens durch die Fortsetzung oder Eskalation des Spielens trotz des Auftretens von negativen Folgen. Die Aufnahme erfolgte offenbar in Überstimmung mit dem DSM-5, der Amerikanischen Psychiatrischen Gesellschaft, die die „Gaming disorder“ ebenfalls als Krankheit einstufen. © rme/hil/aerzteblatt.de
 



br - 'Play' -  Video verfügbar noch bis 03.12.2019 - Stand 9.9.2109:  Computerspielsucht - Wenn Zocken zur Sucht wird
Jennifer, 17, für die Gaming schon immer zum Teenageralltag gehört, fühlt sich unwohl und einsam.
Angefixt durch das Virtual Reality Game "Avalonia" wird Spielen allmählich zu ihrem Lebenselixier.
 


" ..
gerade der Altersbereich der 14- bis 16-Jährigen ist besonders betroffen. Hier müssen wir doch von circa vier Prozent Gaming-Süchtigen ausgehen,
oder zumindest von erheblich riskantem Gamingverhalten." 
Prof. Franz Joseph Freisleder, ärztlicher Direktor, kbo Heckscher Kinderklinik, München

"Wir haben ein Jugendschutzgesetz, das ist noch ein bisschen im Zeitalter von CD-Rom und Videokassette stehengeblieben.Franziska Giffey, Bundesfamilienministerin

"Es ist eine ganz ungewöhnliche Mischung. Der Film spielt natürlich mit fantastischen Elementen, wie die des Fantasyfilms und des Horrorfilms, die sind natürlich nicht realistisch. Aber so wie das Krankheitsbild einer Computerspielsucht dargestellt wird, das ist wirklich sehr eindrucksvoll und sehr nah an der Realität. Und es hat mich tief berührt - als jemanden, der sich seit siebzehn Jahren mit Patienten, die computerspielsüchtig sind, beschäftigt." Dr. med. Bert te Wildt

BR24  10.9.19 Risiko-Gamer brauchen Hilfe ZDF 'volle kanne' 8.3.19 Computerspielsucht als Krankheitsbild -
ZDF heute:30.10.19  Eltern sind gefordert - Wenn Kinder am Smartphone kleben

 


Bild: screenshot BR aus dem Film "play"
 

vogueInterview im Ärzteblatt  "„Wir holen Betroffene dort ab, wo die Sucht entsteht“ - Merkur:„Manche verwahrlosen regelrecht vor dem Computer“ - -WDR  - focus - Bayern 2: Was fehlt mir? Wie wir mit Krankheiten umgehen -   Tagesschau: 465.000 jugendliche 'Risiko-Gamer' -  Schweizer Illustrierte: Mit diesen  Tipps surfen Kinder sicher im Netz - Zeit Online: Faktencheck: Macht uns das Smartphone krank? -
FAZ Gesundheit
Wenn Computerspiele süchtig machen - Wiener Zeitung: Das digitale Ich

Digital Detox: digitale Entgiftung, Handyfasten ?  - 7 Tipps Abendblatt „Es bringt enorme Vorteile, in seinem Leben digitalfreie Zonen zu schaffen“, sagt Bert te Wildt,

SZ   Trotz einer Flut an Studien zur Smartphone-Nutzung gibt es bisher tatsächlich kaum belastbare Ergebnisse.  -
"Wichtig ist ja nicht nur, was Kinder machen, wenn sie auf den Bildschirm starren,
sondern was sie in dieser Zeit alles nicht machen", sagt de Wildt


Paris, SEYMOUR +   "
The SEYMOUR+ space was a technology-free zone, your haven, your parenthesis, your decompression chamber." 

...
Bert te Wildt bittet sie, auf einem Zettel auszurechnen, wie viele Stunden sie durchschnittlich im Internet verbringen. Ein Mann um die 20 meldet sich: "Sind 17 Stunden pro Tag normal?"  - Falls te Wildt diese Zahl erschreckend finden sollte, lässt er es sich nicht anmerken. Er vermeidet ein Urteil, relativiert stattdessen das Wort "normal" und weist darauf hin, dass es inzwischen auch Leute gebe, die "praktisch ihre gesamte Wachzeit" im Internet verbringen, sprich 17 Stunden. Ob das "normal" ist, lässt er offen.  ... "Wenn man Menschen fragt, was sie schon immer mal wieder machen wollten, wonach sie sich sehnen – dann werden die meisten von ihnen Dinge nennen wie: Sport, Bewegung, Reisen, Sexualität, Liebe, Berührung."   Bert te Wildt hofft auf eine Art "Veredelungseffekt der analogen Welt". Und er glaubt: "Der große Luxus wird sein, sich möglichst viel analoge Zeiten und Räume leisten zu können." (Quelle ZEITmagazin Nr. 29/2015)
 


Foto: ©  Kloster Diessen (Ausschnitt)
Im Rausch des Realen - Artemed Gruppe - Psychosomatik Diessen - Leading Medicine Guide -


Privatdozent Dr. med. Bert Theodor te Wildt,
Chefarzt der Psychosomatischen Klinik Kloster Dießen am Ammersee (Video). Seine klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen im Bereich der Verhaltenssüchte, insbesondere der Internetabhängigkeit sowie der Nutzung digitaler Technologien in der Psychotherapie. Von 2012 bis 2017 leitete er die Ambulanz der LWL-Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Ruhr-Universität Bochum, wo er im Oktober 2012 die Medienambulanz mit der Sprechstunde für Menschen mit Internet- und Computerspielabhängigkeit begründete. Zuvor leitete er als Oberarzt der Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) unter anderem die Sozialpsychiatrische Tagesklinik und die Ambulanz für medienassoziierte psychische Erkrankungen sowie die Arbeitsgruppe Medien- und Glücksspielabhängigkeit. Seine Habilitation erfolgte im Jahre 2009 mit der Arbeit Medialität und Verbundenheit – Zur psychopathologischen Phänomenologie und Nosologie von Internetabhängigkeit. Von Herbst 2010 bis Herbst 2012 wirkte er als erster Vorsitzender des von ihm mitbegründeten Fachverbands Medienabhängigkeit, für den er sich weiterhin engagiert. Für wissenschaftliche Arbeiten erhielt er den Preis der Stiftung Lebensnerv (2004) und den Wilhelm Bitter Preis (2006). Neben seiner universitären Lehrtätigkeit und wissenschaftlichen Veröffentlichungen betätigt sich Bert te Wildt als Publizist. Zuletzt erschienen die Monographien „Medialisation – Von der Medienabhängigkeit des Menschen“ (2012), „Funny Games – Über das Wechselspiel zwischen medialer und virtueller Gewalt“ (2013) und zuletzt „Digital Junkies – Internetabhängigkeit und ihre Folgen für uns und unsere Kinder“   Dr. te Wildt ist bekannt aus einer Reihe von Publikationen und häufig geladener Referent auf nationalen und internationalen Fachveranstaltungen. Eine Professur im Sinne einer außerplanmäßigen Lehrbefugnis wird erwartet.

Homepage - Lebenslauf - PreseearbeitTwitter - facebook - Youtube - Digitale Verlockungen und Süchte
 


© Gregor von Glinski



 

Medialisation

Von der Medienabhängigkeit des Menschen
 



Scham und Berührung im Film

 


Funny Games
Ein unerträgliches Meisterwerk des Films
literaturkritik.de



Links:

Binge watching (Serienmarathon /  Komaglotzen, -
NetDoktor Computerspielsucht - Fortnite-Sucht - MMOG (Massively Multiplayer Online Game) - Gamescom - Digitaler Burnout - [w] wie wissen - Bin ich handysüchtig ? 
SnapchatSWR:Kindernetz  Netzangriff - der Film über Cybermobbing -
Mentale Gesundheit und Psychotherapie
-FernsehsuchtAFK Die letzte QuestLootbox (Glücksspiel?) - Kimberley S. Young - Bücher zu Internetsucht

Digitale Welt - Web 2.0  - Digitales Gedächtnis - Big Data . Macht uns das iPhone krank?
SCHAU HIN ! - Klicksafe - WDR: Wie uns Soziale Medien abhängig machen (video 43:28) -

 
'Jahrhundertfrauen' Film - Film 'Girl' - Liberation Concert -