Dienstag, 19.März 2019
20 Uhr

 

Bürgerhaus Gräfelfing am Bahnhofsplatz  

Reihe: Autoren aus Gräfelfing und dem Würmtal



Dr. Werner Bartens

Gesundheitsexperte und Bestsellerautor


Foto: ©  Alessandra-Schellnegger-SZ-Photo-Druck


Emotionale Gewalt


Wenn Kränkungen krank machen

 

 


Immer dann, wenn Menschen zusammen sind, passiert es, jeden Tag und einfach so. Viele von uns sind emotionaler Gewalt erstaunlich oft ausgesetzt, erleben gleichsam einen Hagel an Gemeinheiten und Verachtung, an Mobbing und Zurückweisung. Solche Angriffe auf die Seele richten etwas mit uns an, sie kränken uns, ja machen uns krank.

Emotionale Gewalt – das ist das Gift, das langsam in viele Familien und Paarbeziehungen einsickert oder das einen Arbeitsplatz zur Hölle machen kann. Wir haben es mit einem der meistunterschätzten Probleme unserer Gesellschaft zu tun. Überall gibt es Demütigung und Missachtung, aber überall gibt es auch die Chance, sich dagegen zu wehren.

Werner Bartens erklärt auf der Basis aktueller Forschung einfühlsam und anschaulich, was emotionale Gewalt ist und wie wir ihr entgegentreten und uns schützen können.
 

Dr. Werner Bartens wurde 1966 in Göttingen geboren und hat in Gießen, Freiburg, Montpellier und Washington D.C. Medizin, Geschichte und Germanistik studiert. Er hat in den USA, an deutschen Universitätskliniken und am MPI für Immunbiologie gearbeitet, dann als Buchautor und freier Journalist. 

Er ist Leitender Redakteur im Wissenschaftsressort der „Süddeutschen Zeitung“ und Autor für das SZ-Magazin. Er gilt als einer der einflussreichsten deutschen Publizisten zum Thema Gesundheit. Seine Bücher, u.a. „Heillose Zustände“, "Was Paare zusammenhält", „Körperglück“ oder „Glücksmedizin“, wurden Bestseller.

Werner Bartens lebt mit seiner Familie in Stockdorf. 2012 hat er bei der Literarischen Gesellschaft vor großem Publikum über „Heillose Zustände“ gesprochen.

                         

  
1. Auflage 21.8.2018

Unterschätzt und banalisiert:
Emotionale Gewalt – einer der perfidesten Krankmacher unserer Gesellschaft.

Emotionale Gewalt demütigt, sie macht hilflos und krank. Sie tritt in allen Lebensbereichen auf, im Job, in der Schule, in der Familie oder der Partnerschaft, und sie geschieht oft beiläufig. Aber: Nicht jede Kränkung bedeutet emotionale Gewalt.

All das macht es so schwer, sich zur Wehr zu setzen. Der Arzt und Bestsellerautor Werner Bartens zeigt auf der Grundlage aktueller Forschung, dass es trotzdem möglich ist. .


Emotionale Gewalt ist das, was wir an Kränkung, Demütigung, an Erniedrigung erleben. Man kann es auch als unsichtbare Keule bezeichnen, weil man im Gegensatz zu körperlicher Gewalt die Verletzungen und Wunden, die das reißt, nicht sieht. Sie bleiben aber dennoch und gehen manchmal sogar tiefer. Bartens zeigt, wie Missachtung, Erniedrigung und Kränkung krank machen kann.

Der Angestellte, den der Chef zum Rapport an den «Schadenstisch » ruft; das Kind, das mit Liebesentzug bestraft wird; die Frau, deren Mann sich vor versammeltem Freundeskreis über sie lustig macht - sie alle sind Opfer emotionaler Gewalt, und das meist mit gravierenden Folgen: Emotionale Gewalt kann seelische und körperliche Verletzungen hervorrufen, die nie wieder heilen . Stresshormone werden vermehrt ausgeschüttet, die Schmerzschwelle ist niedriger und die Immunabwehr geschwächt. Die Betroffenen neigen später oft zu Depressionen und Angststörungen.  Emotionale Gewalt gibt es aber auch in verdeckteren Formen – in Beziehungen beispielsweise, wenn jemand immer wieder die Wünsche des anderen ignoriert, oft gerade in Beziehungen zu Kindern, wenn etwas totgeschwiegen wird, wenn Kinder in ihrem Willen missachtet werden. In vielen Familien gibt es grausame Rituale des Missachtens, Kränkens, Demütigens.

Emotionale Gewalt ist ein banalisiertes, unterschätztes Phänomen. Da ist es wichtig, dass man das Gefühl hat, nicht passiv zum Opfer werden zu müssen. Dass man sich wehren kann, dass es möglich ist, seelische Aggressionen von anderen ins Leere laufen zu lassen.


 (Imago / Ikon Images / Rowohlt Verlag GmbH)


Die psychische Gewalt, auch vis compulsiva genannt, ist die Einwirkung auf eine Person durch einen psychischen Zwang. Sie ist vielfach subtil und von außen oftmals nicht wirklich zu erkennen. Die psychische Gewalt führt nicht selten zur Zerstörung des Selbstwertgefühls, der Gesundheit, Gefühle und Fähigkeiten. Vor allem aber zur Zerstörung der eigenen Entschlussfähigkeit. Quelle

 

Leseprobe - MDR Kultur Aktiv heraus aus der Opferrolle - WDR 5  Redezeit - SWR 1 Leute - Deutschlandfunk im Gespräch -  Der Mensch sehnt sich in jeder Lebenslage nach Kausalität. Er will verstehen, was mit ihm passiert – auch wenn es negativ ist. Wird dieses Bedürfnis missachtet, ist es schlimm. Was die Macht von Mobbern erschreckend einfach erklärt. Deutschlandfunk Kultur - Biblio-Kom Hamburger Abendblatt - BZ Berner Zeitung Die unsichtbaren Schläge - Wird die persönliche Grenze dessen, was man zu ertragen bereit ist, überschritten, sollte man mit dem Ehepartner, Vorgesetzten oder Kollegen das Gespräch suchen. Tut man dies nicht, frisst sich die negative Erfahrung tief ins Selbst hinein und entwickelt hartnäckige Symptome, die den Schmerz verlängern. Auch wenn sie nicht sichtbar sind, spürbar sind sie allemal. - Scobel -
 



 


Dr. med. Werner Bartens
, Promotionsthema: Einfluß der Gene auf vorzeitigen Herzinfarkt, ärztliche Tätigkeiten an den Unikliniken Freiburg und Würzburg, Forschungsaufenthalte an den National Institutes of Health in Bethesda (USA) und am Max-Planck-Institut für Immunbiologie in Freiburg.  Werner Bartens ist zudem Historiker, Germanist und Autor zahlreicher populärer Sachbücher, meistens Bestseller und z.T. in zwölf Sprachen übersetzt. 1997-99 war er Buchautor, Übersetzer, Ko-Autor einer WDR-Seifenoper und freier Journalist für SZ, ZEIT, FAZ und taz, danach bis 2005 Redakteur im Reportageressort der Badischen Zeitung und zuständig für das Wochenend-Magazin und Medizinthemen; daneben weiter freie Mitarbeit bei diversen Zeitungen. Inzwischen Leitender Redakteur im Wissenschaftsressort der Süddeutschen Zeitung und regelmäßig Autor für das SZ-Magazin. Er wurde mehrfach mit renommierten Journalistenpreisen ausgezeichnet. 2009 wurde Bartens zum "Wissenschaftsjournalisten des Jahres" gewählt. 2012 erneut ausgezeichnet.       

Werner Bartens Homepage - Facebook - Wikipedia - Preise - Süddeutsche Zeitung - Videokolumnen Der Nächste bitte - 24. Februar 2019 Warum Prognosen zum baldigen Sieg über den Krebs falsch sind. SZ-Magazin - Was ich noch sagen wollte (Über Talkshows) - Fernsehauftritte - youtubeSZ 25. Februar 2019, "Individuelle Gesundheitsleistungen" Wie Patienten beim Arzt abgezockt werden
  

http://werner-bartens.de/wp-content/uploads/2013/11/Heillose-Zustaende-150x247.jpgMedizin und Wahnsinn: Geschichten vom gelben Sofa Vorsicht Vorsorge!: Wenn Prävention nutzlos oder gefährlich wird (suhrkamp taschenbuch) Sprechstunde: Woran die Medizin krankt - Was Patienten wollen - Wie man einen guten Arzt erkennt Das Ärztehasserbuch: Ein Insider packt aus Lexikon der Medizin-Irrtümer. Vorurteile, Halbwahrheiten, fragwürdige Behandlungen.


Einer seiner Schwerpunkte ist die kritische Auseinandersetzung mit der Medizin. 2012 ist sein Buch „Heillose Zustände – warum die Medizin die Menschen krank und das Land arm macht“ (Droemer) erschienen. Die Jury begründete die Wahl zum Wissenschaftsjournalisten 2012 damit, dass Bartens mit „Heillose Zustände“ den wichtigsten Beitrag zum Zustand des deutschen Gesundheitssystems verfasst hat. In seinen Büchern „Medizin und Wahnsinn“ (2009), „Vorsicht Vorsorge“ (2008) und „Sprechstunde“ (2008) hat er sich ebenso kritisch mit der Medizin beschäftigt wie in seinen Bestsellern „Das Ärztehasserbuch“ (2007), „Das Lexikon der Medizin-Irrtümer“ (2004) und „Das neue Lexikon der Medizin-Irrtümer“ (Eichborn, 2006). 2013 ist von Bartens erschienen: „Das sieht aber gar nicht gut aus: Was wir von Ärzten nie wieder hören wollen.“ Bartens versammelt 99 Sätze, die Kranken nicht gut tun und zeigt, was der Doktor eigentlich meint – und was der Patient stattdessen versteht.
 

Körperglück & Glücksmedizin: Was wirklich wirkt  Glückliche Kinder: Was sie stark und gesund macht            http://werner-bartens.de/wp-content/uploads/2014/05/Es-reicht-Schluss-mit-den-falschen-Vorschriften.-Eine-Polemik-150x238.jpg


Ein anderer Schwerpunkt in den Büchern von Werner Bartens ist das gesunde, zufriedene Leben ohne Bevormundungen der Medizinindustrie. 2010 stand sein Buch „Körperglück. Wie gute Gefühle gesund machen“ länger als ein halbes Jahr in den Bestsellerlisten. 2011 ist von ihm „Glücksmedizin – was wirklich wirkt“ erschienen. In „Glückliche Kinder: Was sie stark und gesund macht.“ (2013) räumt Bartens auf mit Vorurteilen und Erziehungsmythen. Er nimmt Müttern und Vätern ihre Unsicherheit und trägt zusammen, was Kinder zu starken, an Körper und Seele stabilen Menschen heranreifen lässt. 2014 ist „Es reicht – Schluss mit den falschen Vorschriften“ erschienen. Werner Bartens wehrt sich in dieser Polemik gegen den Bevormundungsterror und die vielen falschen Ratschläge zum gesunden Leben.

 


Seit seinem Erscheinen im Juni 2013 begeisterte „Was Paare zusammenhält – warum man sich riechen können muss und Sex überschätzt wird“ die Leser. Das Buch stand mehr als 20 Monate an der Spitze der Bestsellerliste. Im Herbst 2014 ist „Wie Berührung hilft – Warum Frauen Wärmflaschen lieben und Männer mehr Tee trinken sollten“ erschienen und ebenfalls gleich in die Bestsellerliste geklettert.

Was Paare zusammenh??lt: Warum man sich riechen k??nnen muss und Sex ??bersch??tzt wird by Werner Bartens (2015-07-06)         Wie Berührung hilft: Warum Frauen Wärmflaschen lieben und Männer mehr Tee trinken sollten         Das Wohlfühlbuch: 333 Tipps für ein langes und gesundes Leben
Empathie: Weshalb einfühlsame Menschen gesund und glücklich sind      Verletzt, verkorkst, verheizt: Wie Sportvereine und Trainer unsere Kinder kaputt machen   Partnerglück - wie eine gesunde und dauerhafte Beziehung gelingt    Frauensprechstunde: Was uns hilft, was uns gesund macht

I
m Mai 2015 ist „Empathie – die Macht des Mitgefühls. Weshalb einfühlsame Menschen gesund und glücklich sind“ erschienen. 2016 sind dann „Fühl! Dich! Wohl!: 333 Rezepte für ein langes und gesundes Leben“ sowie „Verletzt, verkorkst, verheizt – wie Sportvereine und Trainer unsere Kinder kaputtmachen“ hinzugekommen. 2017 neu herausgekommen ist „Partnerglück – wie eine gesunde und dauerhafte Beziehung gelingt“.

2018 ist das Buch „Frauensprechstunde – was uns hilft, was uns gesund macht“ von Silke und Werner Bartens erschienen. Das große Gesundheitsbuch für zu Hause bietet kompetente Ratschläge und fundierte Informationen für fast alle Lebenslagen und will Frauen darin bestärken, sich nichts einreden zu lassen, sondern auf das zu vertrauen, was ihnen gut tut.
- Quelle: u.a. Homepage
Weitere Bücher von Werner Bartens
 Das sieht aber gar nicht gut aus: Was wir von Ärzten nie wieder hören wollen  http://werner-bartens.de/wp-content/uploads/2013/11/Lexikon-der-Medizinirrtuemer-150x238.jpg Die Krankmacher: Wie Ärzte und Patienten immer neue Krankheiten erfinden   Wie das Krankenhaus uns krank macht: Kunstfehler und andere Katastrophen (Piper Taschenbuch, Band 25466) Was hab ich bloß?: Die besten Krankheiten der Welt

 
   Herrlich eklig!: Alles über die verkannten Wundersäfte unseres KörpersAlles über das Eine: Das Sex-Sammelsurium Die Tyrannei der Gene Fett und fit?: Unser Körpergewicht als Politikum Der Terror der Gesundesser: Schluss mit den falschen Ernährungsvorschriften

Zwischen Erfahrung und Beweis. Medizinische Entscheidungen und Evidence-based Medicine   Dem Leben auf der Spur: Biografie einer Entdeckung by Werner Bartens (2003-03-04) Letztes Lexikon: Mit einem Essay zur Epoche der Enzyklopädie (Die Andere Bibliothek, Band 208)  Betrügen lernen: Roman
 

"Werner Bartens wünscht sich und uns, dass wir uns – wenn schon mit Vorurteilen – dann mit 'wohlwollenden Vorurteilen' begegnen."

                                                                                     Kristin Unverzagt, MDR KULTUR-Literaturkritikerin