Dienstag, 06.Februar 2018
 

Bürgerhaus Gräfelfing am Bahnhofsplatz  


Salome Kammer

Stimmkünstlerin, Schauspielerin, Sängerin, Cellistin

Peter Ludwig
Komponist, Pianist, Arrangeur

 


Foto: Peter Ludwig - Andreas Ludwig

 

Chansons Bizarres
Aus Liebe zum Kleingedruckten

Musikalisches Kabarett

De neuen Chansons auf Reisen

 

Presseartikel

 
Viele erinnern sich noch an das filmische Opus der HEIMAT-Chroniken des Regisseurs  Edgar Reitz und ganz besonders an "Die zweite Heimat" und "Heimat 3". Die weibliche Hauptrolle der Cellistin und Sängerin Clarissa Lichtblau wurde von der brillanten Darstellerin und Musikerin Salome Kammer verkörpert. Sie war in dieser Rolle der umschwärmte Mittelpunkt des Freundeskreises junger Münchener Musikstudenten.

Die reale Szene der zeitgenössischen Musik reißt sich heute um sie als Sängerin und Stimmkünstlerin. Als u.a. erstklassige Kabarettistin leiht Salome Kammer jetzt, kongenial unterstützt von Peter Ludwig, dem „Kleingedruckten“ aller Art ihre Wunderstimme. Peter Ludwig ist Erfinder, Komponist, Pianist.  Arrangeur, Fotograf und Dokumentarfimer, ein musikalisches Multitalent, ob im Tango, dem Chanson oder der Bühnen- oder Filmmusik. Kleine Meisterstücke des leichten Tons sind seine Lieder, schillernde Kabarett-Perlen. Als Begleiter am Flügel hält er sich zurück: Kein Akkord zuviel, jede Note sitzt.

Wenn dieses hochmusikalische Duo jetzt die Alltagslyrik aus Gebrauchsanweisungen, Beipackzetteln oder Handbüchern aufgreift, werden hinreißende Performances daraus. Das Kleingedruckte erweist sich als eine Fundgrube an Skurrilität, die nie ins Rampenlicht gekommen wäre, wenn sie Peter Ludwig nicht vertont hätte. Das Banale derartiger Textbausteine transferieren Salome Kammer und Peter Ludwig mit den Mitteln einer spielerischen musikalischen und dramatischen Überhöhung in eine Sphäre blanker Bedeutungslosigkeit. Mit allen stimmlichen Mitteln hebt Salome Kammer Absurdes und Abstruses konterkarierend auf eine höhere Ebene. Sie fiept, gurrt, flötet, schmettert, kreischt, schreit, jodelt, tremoliert und mündet dann doch in einen opernverdächtigen Sopran. Ob Jazziges oder Jodler, ob große Arie oder Kinderlied – sie singt nicht nur, sondern liefert gleich ein ganzes Orchester mit. Das Resultat ist zum Niederkien.

Gönnen Sie sich einen Abend, wie Sie ihn noch nicht erlebt haben .
Mit allen Risiken und Nebenwirkungen.


(Quellen: u.a. Zitate aus Pressestimmen in diversen Blättern)


Salome Kammer eine großartige Sängerin zu nennen, wäre untertrieben. Sie ist vielmehr eine phänomenale Stimmakrobatin, die keine Grenzen zwischen Sprechen und Singen, Spiel und Ernst kennt.

Süddeutsche Zeitung



Quelle: Peter Ludwig

"Ich bin ein Papagei. Es hat mich immer interessiert,
das was ich sehe und höre nachzumachen."



D
er Klavier-Parleur und die schillernde Sirene
als Kombination grandios
(Roland Spiegel, AZ)


Foto: Peter Ludwig

„Jede gute Diseuse muss einmal auf dem Flügel liegen“
 

 



Foto © Christoph Hellhake




Salome Kammer, Stimmkünstlerin


Salome Kammers Universaltalent sprengt Grenzen. Ihr Repertoire kann nicht in Sparten und Fächer eingeordnet werden. Es umfasst Avantgarde-Gesang und virtuose Stimmexperimente, klassisches Melodram, Liederabende, Dada-Lyrik und Broadwaysongs. Ihre Bühnenpräsenz als singende Schauspielerin oder schauspielende Sängerin fasziniert bei musikalischem Kabarett ebenso wie in dramatischen Bühnenrollen des Sprechtheaters. Sie hat mit ihrer Stimme die Neue Musik der vergangenen Jahre geprägt und zahlreiche Werke uraufgeführt. Komponisten im In- und Ausland, darunter Helmut Oehring, Wolfgang Rihm, Georges Aperghis, Bernhard Lang, Isabel Mundry, Mauricio Sotelo und Carola Bauckholt schreiben Stücke für die Künstlerin, die mit ihrem extremen Ausdrucksreichtum und ihren unerschöpflichen stimmlichen Facetten zu neuen Produktionen anregt.

Salome Kammer studierte Musik mit Hauptfach Violoncello bei Maria Kliegel und Janos Starker in Essen. 1983 wurde sie als Schauspielerin vom Theater Heidelberg engagiert, wo sie in zahlreichen Rollen auftrat. 1988 zog sie für die Dreharbeiten zu dem Film-Epos Die zweite Heimat von Edgar Reitz nach München. In dieser Zeit begann sie, ihre Stimme auszubilden (u. a. bei Yaron Windmüller), und sie ist seit 1990 in Konzerten für Neue Musik als Vokalsolistin zu hören. Auch in Heimat 3, 2004 in Venedig uraufgeführt und in ganz Europa ausgestrahlt, zeigt sie in der Rolle der Clarissa alle Facetten ihres Könnens.

Ihr weitgefächertes Repertoire umfasst Klassiker der Moderne wie Arnold Schönbergs Pierrot Lunaire und sein Streichquartett Nr. 2, La fabricca illuminata von Luigi Nono sowie Werke so unterschiedlicher Komponisten wie John Cage, Luciano Berio und Hans Zender, aber auch Kurt Weill- und Hanns Eisler-Lieder. Als herausragende Interpretin der Musik Weills und Schönbergs gastierte sie beim Rheingau Musik Festival, Kurt Weill Fest Dessau, Beethovenfest Bonn und Lucerne Festival.

Darüber hinaus pflegt sie seit 20 Jahren ihre Liebe zum musikalischen Kabarett. So sind mit dem Komponisten und Pianisten Peter Ludwig zahlreiche Chansons bizarres entstanden, die auf den unterschiedlichsten Kleinkunstbühnen Deutschlands ein begeistertes Publikum finden.

Die Künstlerin wirkte in zahlreichen Produktionen neuer Musiktheaterwerke erfolgreich mit, darunter Helmut Lachenmanns Das Mädchen mit den Schwefelhölzern am Staatstheater Stuttgart und der Opéra National de Paris, Jörg Widmanns Das Gesicht im Spiegel an der Bayerischen Staatsoper und Isabel Mundrys Die Odyssee – Ein Atemzug an der Deutschen Oper Berlin. Mit Peter Eötvös’ Lady Sarashina trat sie an der Opéra national de Lyon, an der Opéra Comique in Paris und am Teatr Wielki in Warschau auf; in München sang sie Ligetis Aventures & Nouvelles Aventures. Mit der Geigerin Carolin Widmann brachte sie die Kafka-Fragmente von György Kurtág in einer szenischen Version mehrfach international auf die Bühne. 2011 debütierte sie mit Brice Pausets Solo-Werk Exercices du Silence an der Berliner Staatsoper im Schillertheater, und 2014 sang sie die Elsa in Salvatore Sciarrinos Kammeroper Lohengrin an mehreren Theatern.

Zahlreiche Rundfunk- und CD-Produktionen dokumentieren Salome Kammers Ausnahmetalent, darunter Schönbergs Jakobsleiter (Harmonia Mundi) sowie Lachenmanns Mädchen mit den Schwefelhölzern (Kairos). Ihre Solo-Einspielungen I hate music, but I like to sing (Capriccio), salomix-max (wergo) und I’m a Stranger Here Myself (Capriccio), Früchte der langjährigen Zusammenarbeit mit ihrem Partner Rudi Spring am Klavier, erhielten herausragende Kritiken. Der Beginn der Saison 2017/18 stand ganz im Zeichen des Melodrams: Bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik führte sie G. A. Bendas Ariadne auf Naxos auf und interpretierte am Teatro Comunale di Bologna Bendas Medea. In weiteren Konzerten interpretiert sie Iris ter Shiphorsts Das Imaginäre nach Lacan bei Wien Modern, die Rolle des Sprechers in Schönbergs Gurre-Liedern an der Casa da Música in Porto sowie Salvatore Sciarrinos Lohengrin mit dem Ensemble Contrechamps in Genf. Außerdem ist sie beim Gürzenich-Orchester Köln und den Bamberger Symphonikern zu Gast. Salome Kammer unterrichtet Neue Musik für Gesang an der Musikhochschule in München. Sie ist Trägerin des Schneider-Schott-Musikpreises, des Ehrentitels Magister Artium Gandensis der Universität Gent und des Schwabinger Kunstpreises 2015.  - (Quelle: Doreen Lutz Artists)

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  Chansons bizarres – in love with the small prints -
the new satiric and crazy songs by Peter Ludwig and Salome Kammer on tour


Peter Ludwig

Komponist, Arrangeur, Pianist, Texter, Ton-Artist, Entertainer, Tango-Spezialist, Poet, Erzähler, Créateur...

Er ist ein Multitalent. Was er anfasst, wird zu schönem Klang. Zu ungewöhnlichem dazu. Und nicht zuletzt haben alle seine Unternehmungen großen Charme. Peter Ludwig ist Pianist, Komponist, Arrangeur – er liebt und lebt Tango, Filmmusik, Chanson und in all dem die blitzende Pointe von Tönen, die stets ein bisschen eleganter, zarter, luftiger kommen als erwartet. Ein Mann der Töne – aber auch ein Mann der Worte. Denn zum einen schreibt er selbst ungemein geschliffene Texte, und zum anderen gehört er zu den besonders sensiblen Vertonern von Texten anderer. Er lebt in Wasserburg, einer Stadt, zu der er liebevolle Bekenntnisse zum Besten gab. Und München, zumal die traditionsreichen Schwabinger Brettln, ist für den geistvollen Tastenlöwen stets ein Prüfstein, wenn er auftritt.

Im oberbayerischen Brannenburg wuchs er auf, ging in Salzburg ins Internat, brachte sich Klavier und Gitarre selbst bei, legte später eine Ausbildung am Konservatorium in München und an der Musikhochschule Detmold nach. Für erstes Aufhorchen sorgte er als feinsinniger Liedermacher zusammen mit der Cellistin Anja Lechner Anfang der 80er-Jahre; die beiden erhielten auch den Preis der Deutschen Phono-Akademie. Mit Anja Lechner wandte sich Ludwig in der Folgezeit einer musikalischen Liebe zu, die er später mit anderen Partnern fortsetzte: dem Tango. Hinreißend leichtfüßige Kompositionen schrieb er für Projekte wie Tango mortale, Trio obscur und Tango à troi. Das Niveauvoll-Schrille pflegt er seit Jahren mit der Stimmartistin Salome Kammer: Unter dem Titel Chanson Bizarre hauchen die beiden schon mal der Prosa aus Beipackzetteln und Gebrauchsanweisungen funkelndes Leben ein. Weiteres Duo-Highlight: jenes mit der Schauspielerin Krista Posch, deren Texte Ludwig mit geschmeidiger Musik umgibt.

Ob im Ensemble, mit singender oder spielender Partnerin oder solo am Klavier: Peter Ludwig ist ein leiser Poet des Besonderen. Und ein besonderer Poet des Leisen.

Roland Spiegel BR zum Schwabinger Kunstpreis 1987

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